Regenwasser-Zisternengröße Rechner: Tankgröße berechnen

Regenwasser-Zisternengröße berechnen: Der kostenlose Rechner für Haus und Garten

Mit unserem kostenlosen Regenwasser-Zisternengröße Rechner können Sie berechnen, wie viel Regenwasser über Ihre Dachfläche gesammelt werden kann und welche Tankgröße für Ihren Haushalt sinnvoll ist. Der Rechner berücksichtigt die Dachfläche, den durchschnittlichen Jahresniederschlag, das Dachmaterial, den täglichen Wasserverbrauch und die längste erwartete Trockenperiode.

Eine richtig dimensionierte Regenwasserzisterne reduziert den Trinkwasserverbrauch, verbessert die Versorgungssicherheit und verhindert unnötige Ausgaben für einen übergroßen Tank. Besonders bei einem autarken Haus, einem Garten, einem Bauernhof oder einer Off-Grid-Hütte ist eine realistische Berechnung der Speicherkapazität entscheidend.

Kurzantwort

Für die meisten Einfamilienhäuser liegt eine geeignete Zisternengröße zwischen 5.000 und 15.000 Litern. Die tatsächlich benötigte Größe hängt jedoch stark von der Dachfläche, der Niederschlagsverteilung, dem geplanten Verwendungszweck und der Dauer trockener Perioden ab.

  • Nur Gartenbewässerung: etwa 1.000–5.000 Liter
  • Garten und Toilettenspülung: etwa 5.000–8.000 Liter
  • Toiletten, Waschmaschine und Garten: etwa 6.000–12.000 Liter
  • Autarke Haushaltsversorgung: häufig 10.000–30.000 Liter oder mehr

Regenwasser-Zisternengröße Rechner

Berechnen Sie den möglichen Regenwasserertrag Ihrer Dachfläche, den jährlichen Wasserbedarf Ihres Haushalts und eine praktikable Zisternengröße für Trockenperioden.

Geben Sie nur die Dachfläche ein, die tatsächlich in die Zisterne entwässert.
Verwenden Sie möglichst einen langjährigen Mittelwert für Ihren Standort.
Der Wirkungsgrad berücksichtigt Abflussverluste und typische Systemverluste.
Berücksichtigen Sie alle Personen, die das gespeicherte Wasser regelmäßig nutzen.
Für Trinkwasser ist eine geeignete Aufbereitung und örtliche Genehmigung erforderlich.
Tragen Sie die geschätzte Zahl aufeinanderfolgender Tage ohne nutzbaren Regen ein.
Eine Reserve gleicht Niederschlagsschwankungen und unerwarteten Mehrverbrauch aus.

Ihre Ergebnisse

Jährlicher Regenwasserertrag
Jährlicher Wasserbedarf
Mögliche Bedarfsdeckung Basierend auf Jahresertrag und ausgewähltem Verbrauch.
Speicherbedarf für die Trockenperiode
Empfohlene Zisternengröße
Geschätzte Reichweite Bei dem ausgewählten täglichen Haushaltsverbrauch.

Berechnungsgrundlage

Dieser Rechner liefert eine Planungsorientierung und ersetzt keine professionelle Anlagenplanung. Für eine endgültige Dimensionierung müssen zusätzlich die monatliche Niederschlagsverteilung, Überlauf, Filtertechnik, Pumpenleistung, Frostschutz, örtliche Vorschriften und Anforderungen an die Wasserqualität berücksichtigt werden.

Wie funktioniert eine Regenwassernutzungsanlage?

Eine Regenwassernutzungsanlage sammelt Niederschlag von einer geeigneten Dachfläche und leitet ihn über Dachrinnen und Fallrohre in einen Speicher. Bevor das Wasser die Zisterne erreicht, werden Blätter, Äste, Sand und andere grobe Verunreinigungen durch Laubfänger, Filter oder einen sogenannten Erstablaufabscheider entfernt.

Das gespeicherte Wasser kann anschließend mit einer Pumpe zu den vorgesehenen Verbrauchsstellen transportiert werden. Häufig wird Regenwasser für die Gartenbewässerung, Toilettenspülung, Waschmaschine, Fahrzeugreinigung oder die Versorgung von Nutztieren eingesetzt.

Die Größe der Anlage sollte nicht ausschließlich nach dem verfügbaren Platz gewählt werden. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen möglichem Regenwasserertrag, täglichem Wasserbedarf und der längsten zu erwartenden Trockenperiode.

Gut zu wissen

Ein Millimeter Niederschlag auf einem Quadratmeter Dachfläche entspricht theoretisch einem Liter Wasser. Bei einer Dachfläche von 150 Quadratmetern und 700 Millimetern Jahresniederschlag fallen somit theoretisch 105.000 Liter Wasser an. Nach Abzug der Systemverluste liegt der tatsächlich nutzbare Ertrag etwas niedriger.

Wie wird der Regenwasserertrag berechnet?

Für eine erste realistische Abschätzung kann folgende Formel verwendet werden:

Jährlicher Regenwasserertrag = Dachfläche × Jahresniederschlag × Sammelwirkungsgrad

Die Dachfläche wird in Quadratmetern und der Niederschlag in Millimetern angegeben. Da ein Millimeter Niederschlag auf einem Quadratmeter genau einem Liter Wasser entspricht, ergibt das Resultat direkt die theoretisch nutzbare Wassermenge in Litern.

Beispielrechnung

  • Dachfläche: 150 m²
  • Jahresniederschlag: 700 mm
  • Sammelwirkungsgrad: 88 %

150 × 700 × 0,88 = 92.400 Liter Regenwasser pro Jahr

Unter durchschnittlichen Bedingungen könnten über diese Dachfläche somit rund 92.400 Liter Regenwasser gesammelt werden. Die tatsächliche Menge kann durch Überläufe, undichte Dachrinnen, Filterverluste, Wind und Verdunstung geringer ausfallen.

Wie viel Regenwasser kann ein Dach sammeln?

DachflächeBei 500 mm/JahrBei 700 mm/JahrBei 1.000 mm/Jahr
50 m²22.000 Liter30.800 Liter44.000 Liter
100 m²44.000 Liter61.600 Liter88.000 Liter
150 m²66.000 Liter92.400 Liter132.000 Liter
200 m²88.000 Liter123.200 Liter176.000 Liter
250 m²110.000 Liter154.000 Liter220.000 Liter

Die Tabelle verwendet beispielhaft einen Sammelwirkungsgrad von 88 Prozent. Bei einem glatten Metalldach kann der Ertrag etwas höher sein, während Gründächer oder stark strukturierte Dachflächen deutlich weniger Wasser abgeben.

Welche Zisternengröße ist für einen Haushalt sinnvoll?

Die optimale Zisternengröße hängt nicht allein von der Personenzahl ab. Auch der Verwendungszweck spielt eine entscheidende Rolle. Wer Regenwasser ausschließlich zur Gartenbewässerung nutzt, benötigt meist einen kleineren Speicher als ein Haushalt, der zusätzlich Toiletten und Waschmaschine versorgen möchte.

NutzungTypische ZisternengrößeGeeignet für
Kleiner Garten1.000–3.000 LiterBeete, Kübelpflanzen und Gewächshaus
Großer Garten3.000–6.000 LiterRasen, Gemüsebeete und Obstbäume
Garten und Toiletten5.000–8.000 LiterKleine bis mittlere Haushalte
Toiletten, Waschmaschine und Garten6.000–12.000 LiterFamilienhaushalte
Teilautarke Versorgung10.000–20.000 LiterOff-Grid-Häuser und Höfe
Vollständig autarke Wasserversorgung20.000 Liter oder mehrGroße Sammelflächen und lange Trockenperioden

Häufiger Fehler

Eine möglichst große Zisterne ist nicht automatisch die beste Lösung. Ist die Dachfläche zu klein oder der Jahresniederschlag zu gering, wird ein überdimensionierter Speicher nur selten vollständig gefüllt. Dadurch steigen die Anschaffungs- und Installationskosten, ohne dass sich die Versorgungssicherheit entsprechend verbessert.

Wie lange sollte der Wasservorrat reichen?

Für die Speicherplanung ist die längste erwartete Trockenperiode besonders wichtig. In Regionen mit regelmäßigem Niederschlag kann ein Vorrat für zwei bis vier Wochen ausreichen. In Gebieten mit ausgeprägter Trockenzeit muss die Zisterne möglicherweise Wasser für mehrere Monate speichern.

Der Speicherbedarf für eine Trockenperiode wird mit folgender Formel berechnet:

Speicherbedarf = täglicher Haushaltsverbrauch × Anzahl der Trockentage × Sicherheitsfaktor

Verbraucht ein Haushalt beispielsweise 220 Liter Regenwasser pro Tag und soll eine 30-tägige Trockenperiode überbrücken, werden ohne Reserve 6.600 Liter benötigt. Mit einer Sicherheitsreserve von 20 Prozent steigt der Bedarf auf 7.920 Liter.

Welchen Einfluss hat das Dachmaterial?

Das Dachmaterial beeinflusst sowohl die Menge als auch die Qualität des gesammelten Wassers. Glatte Dachflächen führen das Wasser schneller und mit geringeren Verlusten ab. Raue oder bewachsene Dächer speichern einen größeren Anteil des Niederschlags und geben ihn teilweise durch Verdunstung wieder an die Umgebung ab.

DachmaterialTypischer WirkungsgradEignung
MetalldachEtwa 95 %Sehr gut
SchieferEtwa 92 %Sehr gut
TonziegelEtwa 90 %Gut
BetondachziegelEtwa 88 %Gut
BitumenschindelnEtwa 85 %Bedingt geeignet
Raue oder gemischte DachflächenEtwa 70–80 %Abhängig vom Zustand
GründachEtwa 30–50 %Nur eingeschränkt geeignet

Für Trinkwasserzwecke muss zusätzlich geprüft werden, ob das Dachmaterial unerwünschte Stoffe an das Wasser abgeben kann. Auch alte Beschichtungen, bleihaltige Bauteile, Kupferrinnen und mit Bioziden behandelte Dachflächen können die Wasserqualität beeinträchtigen.

Oberirdische oder unterirdische Zisterne?

Oberirdische Tanks sind günstiger, leichter zu installieren und einfacher zu kontrollieren. Sie eignen sich besonders für kleinere Gärten, Gewächshäuser, Wochenendhäuser und saisonale Anwendungen.

Unterirdische Zisternen benötigen Erdarbeiten und eine tragfähige Baugrube, bieten dafür aber ein größeres Speichervolumen und eine gleichmäßigere Wassertemperatur. Zudem beanspruchen sie keine sichtbare Gartenfläche und sind besser vor Frost und Sonneneinstrahlung geschützt.

KriteriumOberirdischer TankUnterirdische Zisterne
AnschaffungskostenNiedrigerHöher
InstallationEinfachAufwendig
WartungLeicht zugänglichZugang über Schacht
FrostschutzBegrenztGut
TemperaturstabilitätGeringerHoch
PlatzbedarfSichtbar im GartenUnterirdisch verborgen

Welche Materialien eignen sich für Regenwassertanks?

MaterialVorteileNachteileTypische Lebensdauer
PolyethylenLeicht, preiswert und korrosionsbeständigEmpfindlich gegenüber UV-Strahlung und Beschädigungen20–30 Jahre
StahlStabil und für große Volumen geeignetKorrosionsschutz erforderlich25–40 Jahre
BetonSehr langlebig und temperaturstabilHohe Transport- und Einbaukosten50 Jahre oder länger
Glasfaserverstärkter KunststoffLeicht und korrosionsbeständigHöherer Anschaffungspreis30–40 Jahre

Welche Bauteile benötigt eine Regenwassernutzungsanlage?

Eine funktionierende Anlage besteht nicht nur aus Dachrinne und Tank. Für einen zuverlässigen und wartungsarmen Betrieb sind mehrere Komponenten erforderlich.

  1. Dachfläche: Dient als Sammelfläche für den Niederschlag.
  2. Dachrinne und Fallrohr: Leiten das Wasser zur Zisterne.
  3. Laubfang: Hält Blätter und größere Fremdkörper zurück.
  4. Vorfilter: Entfernt Sand, Moos und kleinere Partikel.
  5. Erstablaufabscheider: Leitet den ersten verschmutzten Regen nach längerer Trockenheit ab.
  6. Zisterne: Speichert das gesammelte Wasser.
  7. Beruhigter Zulauf: Verhindert, dass Bodensedimente aufgewirbelt werden.
  8. Überlauf: Leitet überschüssiges Wasser sicher ab.
  9. Pumpe: Versorgt Entnahmestellen mit dem erforderlichen Druck.
  10. Nachspeisung: Kann bei leerer Zisterne automatisch Trink- oder Brunnenwasser bereitstellen.

Gut zu wissen

Ein beruhigter Zulauf verlängert die Zeit, in der sich Sedimente am Tankboden absetzen können. Gleichzeitig wird sauerstoffreiches Wasser in die unteren Schichten geleitet. Das kann die Wasserqualität im Speicher verbessern.

Warum ist ein Erstablaufabscheider sinnvoll?

Nach längeren Trockenperioden sammeln sich Staub, Vogelkot, Pollen, Blätter und andere Verunreinigungen auf dem Dach. Der erste Regen spült einen großen Teil dieser Stoffe in die Dachrinne.

Ein Erstablaufabscheider, auch First-Flush-System genannt, leitet die erste stark verschmutzte Wassermenge ab. Erst danach gelangt das sauberere Regenwasser in die Zisterne.

Die notwendige Abscheidemenge hängt von Dachgröße, Dachmaterial und Verschmutzungsgrad ab. Bei stärker belasteten Dachflächen sollte mehr Wasser verworfen werden als bei einem regelmäßig gereinigten Metalldach.

Wie groß sollten Dachrinnen und Fallrohre sein?

Dachrinnen und Fallrohre müssen so dimensioniert sein, dass sie auch bei Starkregen genügend Wasser aufnehmen können. Sind sie zu klein, läuft ein Teil des Niederschlags über und erreicht die Zisterne nicht.

Besonders bei großen Dachflächen ist es oft sinnvoll, mehrere Fallrohre an die Zisterne anzuschließen. Filter, Rohre und Zuläufe sollten außerdem regelmäßig auf Verstopfungen kontrolliert werden.

Wie wird das Regenwasser gefiltert?

Die erforderliche Filterstufe richtet sich nach dem geplanten Verwendungszweck. Für die Gartenbewässerung reicht häufig ein grober Laubfang in Kombination mit einem Vorfilter. Für Toiletten und Waschmaschine sollte das Wasser zusätzlich fein gefiltert werden.

Soll Regenwasser als Trinkwasser genutzt werden, sind deutlich höhere Anforderungen erforderlich. Je nach Ausgangsqualität können Sedimentfilter, Aktivkohlefilter, UV-Desinfektion, Membranfiltration oder andere Aufbereitungsstufen notwendig sein.

Wichtiger Sicherheitshinweis

Gesammeltes Regenwasser ist nicht automatisch Trinkwasser. Ohne geeignete Aufbereitung kann es Mikroorganismen, Schwermetalle, organische Stoffe und andere Verunreinigungen enthalten. Die Nutzung als Trinkwasser muss den örtlichen gesetzlichen und hygienischen Anforderungen entsprechen.

Checkliste vor dem Kauf einer Regenwasserzisterne

  • ☐ Angeschlossene Dachfläche genau messen
  • ☐ Langjährigen Jahresniederschlag prüfen
  • ☐ Monatliche Niederschlagsverteilung vergleichen
  • ☐ Täglichen Wasserbedarf realistisch einschätzen
  • ☐ Längste Trockenperiode bestimmen
  • ☐ Geeignetes Tankmaterial auswählen
  • ☐ Oberirdische oder unterirdische Installation festlegen
  • ☐ Laubfang und Vorfilter einplanen
  • ☐ Erstablaufabscheider berücksichtigen
  • ☐ Sicheren Überlauf planen
  • ☐ Pumpenleistung und Leitungsdruck prüfen
  • ☐ Frostschutz berücksichtigen
  • ☐ Wartungszugang vorsehen
  • ☐ Örtliche Bau- und Wasservorschriften prüfen
  • ☐ Möglichkeit einer späteren Erweiterung einplanen

Häufige Fehler bei der Zisternenplanung

Nur den Jahresniederschlag betrachten

Der Jahresniederschlag allein reicht für eine zuverlässige Planung nicht aus. Fällt der größte Teil des Regens innerhalb weniger Wochen, muss deutlich mehr Wasser gespeichert werden als in einer Region mit gleichmäßig verteiltem Niederschlag.

Den Wasserverbrauch zu niedrig einschätzen

Viele Planungen berücksichtigen nur den durchschnittlichen Verbrauch. In heißen Sommermonaten kann der Wasserbedarf für Garten, Tiere und Reinigung jedoch stark ansteigen.

Den Überlauf vergessen

Eine volle Zisterne muss überschüssiges Wasser sicher ableiten können. Ein ungeplanter Überlauf kann Fundamente, Keller, Wege oder angrenzende Grundstücke beschädigen.

Filter und Wartungszugang zu klein dimensionieren

Filter müssen regelmäßig gereinigt und Sedimente entfernt werden. Ein schlecht erreichbarer Tank verursacht langfristig höhere Wartungskosten und erschwert Reparaturen.

Eine zu große Zisterne kaufen

Ein übergroßer Speicher wird möglicherweise nie vollständig gefüllt. Die richtige Zisterne ist nicht die größtmögliche, sondern diejenige, die zur Dachfläche, zum Niederschlag und zum Verbrauch passt.

Häufig gestellte Fragen zur Regenwasser-Zisternengröße

Wie groß sollte eine Regenwasserzisterne für ein Einfamilienhaus sein?

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegt eine sinnvolle Zisternengröße häufig zwischen 5.000 und 10.000 Litern. Wird das Regenwasser nur für die Gartenbewässerung genutzt, kann ein kleinerer Speicher ausreichen. Für Toiletten, Waschmaschine und Garten werden oft 6.000 bis 12.000 Liter benötigt.

Wie berechnet man die richtige Zisternengröße?

Die Zisternengröße wird aus der angeschlossenen Dachfläche, dem durchschnittlichen Niederschlag, dem Wirkungsgrad der Dachfläche, dem täglichen Wasserbedarf und der längsten Trockenperiode berechnet. Zusätzlich sollte eine Sicherheitsreserve von etwa 10 bis 30 Prozent eingeplant werden.

Wie viel Wasser erhält man aus einem Millimeter Regen?

Ein Millimeter Niederschlag auf einem Quadratmeter Dachfläche entspricht theoretisch einem Liter Wasser. Bei 100 Quadratmetern Dachfläche ergeben 10 Millimeter Regen daher theoretisch 1.000 Liter Wasser. Tatsächlich fällt die nutzbare Menge aufgrund von Filter-, Verdunstungs- und Überlaufverlusten etwas geringer aus.

Wie viel Regenwasser kann ein 150 Quadratmeter großes Dach sammeln?

Bei 700 Millimetern Jahresniederschlag und einem Wirkungsgrad von 88 Prozent kann ein 150 Quadratmeter großes Dach etwa 92.400 Liter Regenwasser pro Jahr sammeln. Die tatsächliche Menge hängt vom Dachmaterial, dem Zustand der Dachrinnen und der Niederschlagsverteilung ab.

Ist eine größere Zisterne immer besser?

Nein. Eine zu große Zisterne verursacht höhere Kosten und wird möglicherweise nur selten vollständig gefüllt. Der Speicher sollte so groß sein, dass er eine realistische Trockenperiode überbrückt, ohne deutlich über dem möglichen Regenwasserertrag zu liegen.

Wie lange sollte eine Regenwasserzisterne den Haushalt versorgen können?

Für Regionen mit regelmäßigem Niederschlag wird häufig eine Reichweite von zwei bis vier Wochen eingeplant. In Gebieten mit längeren Trockenzeiten kann ein Vorrat für 60, 90 oder mehr Tage erforderlich sein. Die passende Reichweite hängt vom Klima und der verfügbaren Ersatzwasserquelle ab.

Welche Zisternengröße eignet sich nur für die Gartenbewässerung?

Für einen kleinen Garten reichen häufig 1.000 bis 3.000 Liter. Größere Gärten mit Rasenflächen, Gemüsebeeten, Gewächshaus oder Obstbäumen benötigen eher 3.000 bis 8.000 Liter. Der sommerliche Bewässerungsbedarf sollte dabei gesondert berücksichtigt werden.

Kann Regenwasser für die Toilettenspülung verwendet werden?

Regenwasser kann grundsätzlich für die Toilettenspülung genutzt werden, sofern die Anlage fachgerecht installiert ist. Das Regenwassernetz muss dabei eindeutig vom Trinkwassernetz getrennt sein. Zusätzlich können örtliche technische und hygienische Vorschriften gelten.

Kann man mit Regenwasser die Waschmaschine betreiben?

Gefiltertes Regenwasser kann für die Waschmaschine geeignet sein. Da Regenwasser meist weich ist, kann weniger Waschmittel benötigt werden. Die Wasserqualität, Filterung und Trennung vom Trinkwassernetz müssen jedoch zuverlässig gewährleistet sein.

Kann gesammeltes Regenwasser getrunken werden?

Gesammeltes Regenwasser ist ohne Aufbereitung nicht automatisch als Trinkwasser geeignet. Für eine sichere Nutzung können mehrere Filterstufen, Desinfektion, regelmäßige Wasseranalysen und eine fachgerechte Anlagenplanung erforderlich sein. Außerdem müssen die gesetzlichen Anforderungen am jeweiligen Standort beachtet werden.

Welches Dachmaterial eignet sich am besten zur Regenwassernutzung?

Glatte und gut gepflegte Metalldächer erreichen häufig den höchsten Sammelwirkungsgrad. Auch Schiefer-, Ton- und Betondächer können gut geeignet sein. Gründächer speichern dagegen einen großen Teil des Niederschlags und liefern deutlich weniger nutzbares Wasser.

Wie oft muss eine Regenwasserzisterne gereinigt werden?

Laubfänger und Vorfilter sollten mehrmals jährlich kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden. Der Tank selbst muss normalerweise nicht jedes Jahr vollständig gereinigt werden. Der tatsächliche Wartungsbedarf hängt von der Sedimentmenge, der Wasserqualität und der Konstruktion der Anlage ab.

Braucht eine Regenwasserzisterne einen Überlauf?

Ja. Sobald die Zisterne vollständig gefüllt ist, muss zusätzliches Regenwasser kontrolliert abgeleitet werden. Der Überlauf kann beispielsweise an eine Versickerungsanlage, eine Mulde, einen Teich oder eine zugelassene Entwässerung angeschlossen werden.

Ist eine unterirdische Zisterne besser als ein oberirdischer Tank?

Eine unterirdische Zisterne bietet mehr Frostschutz, eine stabile Wassertemperatur und eine unauffällige Installation. Ein oberirdischer Tank ist dagegen günstiger, leichter zugänglich und einfacher zu installieren. Die bessere Lösung hängt von Speicherbedarf, Budget, Klima und verfügbarem Platz ab.

Wie genau ist der Regenwasser-Zisternengröße Rechner?

Der Rechner liefert eine fundierte Planungsabschätzung auf Basis der eingegebenen Werte. Für die endgültige Dimensionierung sollten zusätzlich monatliche Niederschlagsdaten, Starkregenereignisse, Gartenbedarf, Filterverluste, lokale Vorschriften und die technische Auslegung der Anlage berücksichtigt werden.

Fazit: Regenwasser-Zisternengröße richtig berechnen

Die passende Regenwasserzisterne ist weder automatisch der größte noch der günstigste verfügbare Tank. Eine zuverlässige Anlage entsteht nur dann, wenn Dachfläche, Niederschlag, Wasserbedarf und Trockenperiode gemeinsam betrachtet werden.

Mit dem Regenwasser-Zisternengröße Rechner können Sie den jährlichen Regenwasserertrag, den geschätzten Haushaltsbedarf und den Speicherbedarf für trockene Wochen berechnen. Das Ergebnis bietet eine realistische Grundlage für die weitere Planung.

Prüfen Sie vor dem Kauf zusätzlich die monatliche Niederschlagsverteilung und die örtlichen Anforderungen. Planen Sie außerdem Filter, Erstablaufabscheider, Überlauf, Pumpe, Frostschutz und einen gut erreichbaren Wartungszugang ein.

Empfohlener nächster Schritt

Messen Sie die tatsächlich angeschlossene Dachfläche, suchen Sie den langjährigen Niederschlagswert Ihrer Region und berechnen Sie anschließend mindestens drei Szenarien:

  • Normaler täglicher Verbrauch
  • Wassersparender Verbrauch
  • Längste realistische Trockenperiode

Vergleichen Sie danach die Ergebnisse mit verfügbaren Standardgrößen von Regenwasserzisternen.

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