Zuletzt aktualisiert: 3. August 2026
Der Camper Batterie Rechner berechnet die erforderliche Batteriekapazität für Campervan, Kastenwagen oder Wohnmobil in Ah, Wh und kWh. Zusätzlich ermittelt das Tool die Anzahl der Batteriemodule, die nutzbare Energie, die Laufzeit eines ausgewählten Verbrauchers, das Gesamtgewicht und die Eignung des BMS für eine geplante Wechselrichterlast.
Die Batteriegröße sollte aus dem tatsächlichen Energiebedarf berechnet werden und nicht aus einer pauschalen Empfehlung wie „Jeder Camper braucht 200 Ah“. Ein Wochenendfahrzeug mit Licht, Dachlüfter und kleinem Kühlschrank hat andere Anforderungen als ein Vollzeit-Camper mit mehreren Computern, Induktionskochfeld, Kaffeemaschine oder elektrischer Warmwasserbereitung.
Ist der Tagesverbrauch noch nicht bekannt, beginnen Sie mit dem kompletten Wohnmobil Elektrik Rechner. Er berechnet neben der Batterie auch Solaranlage, Wechselrichter, MPPT-Laderegler, Ladebooster und Landstrom-Ladegerät.
Kurzantwort: Wie viele Ah braucht ein Camper?
Ein sparsam genutzter Camper benötigt häufig 100–150 Ah LiFePO4 bei 12 V. Ein Reisefahrzeug mit Kühlschrank, Dachlüfter, Beleuchtung und Laptop liegt eher bei 200–300 Ah. Vollzeit- und Hochleistungs-Ausbauten benötigen häufig 300–500 Ah oder mehr.
Die richtige Kapazität hängt vom Tagesverbrauch, den Autarkietagen, der Batterietechnologie, dem nutzbaren Entladeanteil, Wechselrichterverlusten, Temperatur, Batteriezustand und den verfügbaren Ladequellen ab. 100 Ah bei 24 V speichern doppelt so viel nominale Energie wie 100 Ah bei 12 V.
Camper Batterie Rechner
Berechnen Sie Ah, Wh, kWh, Batteriemenge, Laufzeit und BMS-Eignung für eine 12-V-, 24-V- oder 48-V-Camperbatterie.
Ihre Batterie-Ergebnisse
Planungsvergleich LiFePO4 vs AGM
Zusammenfassung der Berechnung
So funktioniert der Camper Batterie Rechner
Der Rechner akzeptiert den Tagesverbrauch in Wattstunden oder Amperestunden. Werden Ah eingegeben, erfolgt die Umrechnung über die gewählte Systemspannung. Anschließend berücksichtigt das Tool den Anteil der über den Wechselrichter genutzten Energie, den Wechselrichter-Wirkungsgrad, die Sicherheitsreserve, die Autarkietage, den Temperaturzuschlag und den Batteriezustand.
Für die Planung verwendet das Tool standardmäßig 80 % nutzbare Kapazität und 95 % Wirkungsgrad für LiFePO4 sowie 50 % nutzbare Kapazität und 85 % Wirkungsgrad für AGM und Gel. Die tatsächlichen Grenzwerte müssen aus dem Handbuch der konkreten Batterie übernommen werden.
Das Ergebnis ist eine Planungsabschätzung
Batteriemodelle unterscheiden sich bei Entladetiefe, Ladeeffizienz, Kälteverhalten, Dauerstrom, BMS-Limit und zulässiger Reihen- oder Parallelschaltung. Prüfen Sie vor dem Kauf alle Werte mit den Herstellerangaben.
Ah, Wh und kWh richtig verstehen
Amperestunden beschreiben elektrische Ladung. Wattstunden beschreiben Energie und eignen sich deshalb besser zum Vergleich verschiedener Systemspannungen.
| Batterie | Nominale Energie | Nutzbar LiFePO4* | Nutzbar AGM/Gel* |
|---|---|---|---|
| 100 Ah bei 12 V | 1.200 Wh | 912 Wh | 510 Wh |
| 100 Ah bei 24 V | 2.400 Wh | 1.824 Wh | 1.020 Wh |
| 100 Ah bei 48 V | 4.800 Wh | 3.648 Wh | 2.040 Wh |
*Auf Grundlage der Planungswerte des Rechners. Tatsächliche Werte hängen vom Produkt, der Temperatur und der Entladerate ab.
Camper-Batterie berechnen: Formel
Beispiel mit 1.500 Wh Tagesverbrauch
Bei 1.500 Wh pro Tag, zwei Autarkietagen und 20 % Reserve entstehen 3.600 Wh Energiebedarf für zwei Tage. Bei 80 % nutzbarer Kapazität und 95 % Wirkungsgrad werden ungefähr 4.737 Wh Nennkapazität benötigt. Bei 12 V entspricht das rund 395 Ah.
Praktisch wären beispielsweise vier 100-Ah-Module oder zwei 200-Ah-Module, sofern der Hersteller die Verschaltung zulässt und der gemeinsame BMS-Strom ausreichend ist.
LiFePO4 vs AGM vs Gel im Camper
| Merkmal | LiFePO4 | AGM | Gel |
|---|---|---|---|
| Nutzbarer Planungsanteil | Etwa 80 % | Etwa 50 % | Etwa 50 % |
| Planungswirkungsgrad | Etwa 95 % | Etwa 85 % | Etwa 85 % |
| Hohe Last | Gut, wenn BMS-Grenzen passen | Stärkerer Kapazitätsverlust | Herstellergrenzen genau beachten |
| Kälte | Kaltladen kann gesperrt sein | Weniger Kapazität und Ladeaufnahme | Chemiespezifische Ladegrenzen |
| Gewicht | Meist geringer | Meist höher | Meist höher |
Beim Wechsel von Blei auf Lithium hilft der Blei-auf-LiFePO4-Rechner. Prüfen Sie die deutsche URL vor der Veröffentlichung.
Typische Batteriegröße nach Nutzungsprofil
| Nutzung | Tagesverbrauch | Beispiel LiFePO4 bei 12 V | Verbraucher |
|---|---|---|---|
| Wochenend-Camper | 500–900 Wh | 100–150 Ah | Licht, Handy, Lüfter, kleiner Kühlschrank |
| Reisefahrzeug | 1.000–1.800 Wh | 150–300 Ah | Kühlschrank, Pumpe, Laptop, Geräte |
| Vollzeit / Remote Work | 1.800–3.000 Wh | 300–500 Ah | Computer, Router, höhere tägliche Last |
| Elektrisches Kochen | 2.500–4.500 Wh | 400–700 Ah oder 24 V | Induktion, Kaffeemaschine, 230-V-Geräte |
| Heizung / Klimaanlage | Oft über 4.000 Wh | Großes 24-V- oder 48-V-System | Raumheizung, Warmwasser, Klimatisierung |
Wie lange hält eine 100-Ah- oder 200-Ah-Batterie?
Unter den Planungsannahmen liefert eine 100-Ah-LiFePO4-Batterie bei 12 V ungefähr 912 Wh nutzbare Energie. Bei AGM oder Gel sind es etwa 510 Wh. Eine 200-Ah-Bank liefert jeweils ungefähr die doppelte Energie.
| Dauerlast | 100 Ah LiFePO4 | 200 Ah LiFePO4 | 100 Ah AGM/Gel | 200 Ah AGM/Gel |
|---|---|---|---|---|
| 20 W | 45,6 h | 91,2 h | 25,5 h | 51 h |
| 50 W | 18,2 h | 36,5 h | 10,2 h | 20,4 h |
| 100 W | 9,1 h | 18,2 h | 5,1 h | 10,2 h |
| 500 W über Wechselrichter | ca. 1,6 h | ca. 3,3 h | ca. 0,9 h | ca. 1,8 h |
| 1.500 W über Wechselrichter | ca. 0,55 h | ca. 1,1 h | ca. 0,31 h | ca. 0,6 h |
Bei hohen Entladeströmen kann eine Bleibatterie weniger Kapazität liefern als die einfache Wh-Rechnung vermuten lässt. Zusätzlich können BMS- oder Wechselrichtergrenzen die Last begrenzen.
12 V, 24 V oder 48 V?
| Nominale Energie | 12 V | 24 V | 48 V |
|---|---|---|---|
| 1.200 Wh | 100 Ah | 50 Ah | 25 Ah |
| 2.400 Wh | 200 Ah | 100 Ah | 50 Ah |
| 4.800 Wh | 400 Ah | 200 Ah | 100 Ah |
| 9.600 Wh | 800 Ah | 400 Ah | 200 Ah |
Eine höhere Spannung reduziert den Strom bei gleicher Leistung. Das kann bei großen Wechselrichtern Kabel und Stromverteilung vereinfachen. Für native 12-V-Verbraucher kann dann ein Spannungswandler erforderlich sein.
Wie viele Batterien werden benötigt?
Bei 395 Ah Bedarf sind vier 100-Ah-Module oder zwei 200-Ah-Module erforderlich. Der Rechner rundet auf ganze Module auf und zeigt die installierte Nennkapazität sowie das Gesamtgewicht.
Herstellerregeln zur Verschaltung beachten
Nicht jede Batterie darf beliebig in Reihe oder parallel verschaltet werden. Verwenden Sie möglichst identische Modelle mit gleicher Kapazität, gleichem Alter und ähnlichem Ladezustand.
Induktionskochfeld, Wechselrichter und BMS
Ein 1.500-W-Induktionskochfeld verbraucht bei 30 Minuten Nutzung rund 750 Wh vor Wechselrichterverlusten. Zusätzlich entsteht bei 12 V ein sehr hoher Gleichstrom.
Bei 1.500 W, 12 V und 90 % Wirkungsgrad entstehen ungefähr 139 A. Eine Batteriebank mit 100 A BMS-Dauerstrom kann diese Last nicht dauerhaft versorgen, selbst wenn genügend Energie gespeichert ist.
Batterieplanung bei Kälte
Viele LiFePO4-Batterien dürfen unterhalb einer bestimmten Temperatur nicht geladen werden. Eine größere Kapazität macht Kaltladen nicht sicher. Nutzen Sie eine Batterie mit Kälteschutz, ein geschütztes Batteriefach oder eine vom Hersteller freigegebene Heizung.
Der Temperaturwert im Rechner ist lediglich ein Kapazitätszuschlag und keine exakte Simulation eines Batteriemodells.
Batteriegewicht und Zuladung
Das Batteriegewicht reduziert die verfügbare Zuladung zusammen mit Wasser, Personen, Möbeln und Gepäck. Tragen Sie im Rechner das genaue Gewicht eines Moduls ein. Das Tool multipliziert es mit der erforderlichen Modulanzahl.
Schwere Batterien müssen crashsicher befestigt und hinsichtlich Achslast, Fahrzeugbalance, Wartungszugang und Belüftung sinnvoll positioniert werden.
Häufige Fehler bei der Camper-Batterie
- Nur Ah vergleichen und die Spannung ignorieren.
- Die nutzbare Kapazität mit der Nennkapazität verwechseln.
- Wechselrichterverluste nicht berücksichtigen.
- Autarkie nur für einen sonnigen Sommertag planen.
- Gespeicherte Energie prüfen, aber BMS- und Dauerstrom ignorieren.
- Unterschiedliche Batteriemodelle oder alte und neue Module mischen.
- LiFePO4 unterhalb der erlaubten Temperatur laden.
- Kabelquerschnitt und Spannungsabfall nicht berechnen.
Nach der Stromberechnung verwenden Sie den Batteriekabel-Querschnitt Rechner. Prüfen Sie die tatsächliche URL.
Checkliste für die Batterieplanung
- Tagesverbrauch in Wh berechnen.
- Gleichstrom- und Wechselrichterverbrauch trennen.
- Autarkietage und Reserve festlegen.
- Nutzbare Entladetiefe aus dem Handbuch übernehmen.
- Lade- und Entladetemperaturen prüfen.
- BMS-Dauer- und Spitzenstrom kontrollieren.
- Zulässige Reihen- und Parallelschaltung bestätigen.
- Gesamtgewicht und Zuladung berechnen.
- Batteriefach ausmessen und sichere Befestigung planen.
- Ladebooster, Solar- und Landstrom-Ladegerät abstimmen.
- Kabel, Sicherungen, Sammelschienen und Hauptschalter dimensionieren.
- Shunt-basierten Batteriemonitor einplanen.
Häufige Fragen zum Camper Batterie Rechner
Reicht eine 100-Ah-Lithiumbatterie?
Für Kühlschrank, Licht, Lüfter und kleine Geräte kann sie reichen, wenn regelmäßig nachgeladen wird. Für lange Autarkie oder elektrisches Kochen ist sie meist zu klein.
Wie viele Ah braucht ein Wohnmobil?
Häufig liegen Systeme zwischen 100 und 500 Ah LiFePO4 bei 12 V. Die richtige Größe wird aus Tagesverbrauch, Autarkietagen und Ladebedingungen berechnet.
Warum braucht AGM mehr Ah als LiFePO4?
AGM wird mit geringerem nutzbaren Anteil und geringerem Wirkungsgrad geplant. Hohe Entladeströme reduzieren die nutzbare Kapazität zusätzlich.
Hält eine 24-V-Batterie länger?
Nur wenn sie mehr Wattstunden speichert. 100 Ah bei 24 V entsprechen der doppelten Energie von 100 Ah bei 12 V.
Darf LiFePO4 unter null Grad geladen werden?
Nur wenn der Hersteller dies zulässt oder ein geeignetes Heiz- und Schutzsystem die Zellen im erlaubten Temperaturbereich hält.
Wie genau ist der Rechner?
Er liefert eine detaillierte Planungsabschätzung. Die endgültige Auslegung muss anhand der konkreten Batterie- und Gerätehandbücher geprüft werden.
Fazit
Berechnen Sie zuerst die Energie in Wattstunden und wandeln Sie die erforderliche Batteriebank anschließend in Ah bei der gewählten Spannung um. Eine Ah-Angabe ohne Spannung und nutzbare Kapazität reicht nicht aus.
Führen Sie Berechnungen für normalen Verbrauch, einen hohen Verbrauchstag und schlechte Nachladung durch. Die beste Batteriebank ist nicht automatisch die größte, sondern die kleinste Bank, die Energie, Strom, Temperatur und Autarkie mit angemessener Reserve sicher abdeckt.
Prüfen Sie vor der Veröffentlichung die deutschen internen URLs und ersetzen Sie sie gegebenenfalls durch die tatsächlich verwendeten WPML-Adressen.